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Kapitel 1 - Von Schülern die Ruhe wollen und deren Gegner

Wie er das doch hasste. Er versuchte krampfhaft nicht einzuschlafen und alle hatten so eine beschissen gute Laune.
Was hatte er nur verbockt? Wieso stand er jetzt hier?
Ach ja, er hatte das Anmeldeformular unterschrieben. Man, wenn er gewusste hätte was ihn erwartet, wäre er einfach schlafen gegangen.
Lustlos ging er zu dem Zimmer, wo der Unterricht beginnen sollte.
Als er die ganzen Machos und Tussen sah, wollte er am Liebsten wieder umdrehen. Zudem starren ihn alle an als wäre er von einem anderen Stern. Na hallo, hatten die Leute noch nie einen Kerl gesehen der in schwarz herumlief. In Gedanken fing er an sarkastisch zu grinsen. Ob ihnen sein schwarzes Make-up nicht gefiel? Dabei hatte er sich doch solche Mühe gegeben.
Er schlenderte auf eine leere Bank in der hinteren Fensterreihe zu.
Er fragt sich zum wiederholten Male, was er hier sollte. Aber eine Antwort bekam er nicht darauf, die waren ihn wohl ausgegangen.
Nach einiger Zeit setzte sich jemand neben ihn. Am Anfang war es ihm noch egal, doch als er sich beobachtet fühlte, drehte er sich zu dem Störenfried um.
„Was glotzt du mich so an?“
Sein Gegenüber starrte zwar weiter, aber er gab auch eine Antwort.
„Ich bin erstaunt, dass ein Mensch gleichzeitig so aussieht, als ob er gleich vor Müdigkeit umfällt und trotzdem als würde er jeden anspringen, der ihm zu Nahe kommt.“
/Na toll, wer ist denn das?/
Aber jetzt hatte er wenigstens jemanden zum anmotzen! Sein bestes „Ich kill dich“ Grinsen umspielte seine Lippen.
„Ich zeige dir auch gerne, wie ich gleichzeitig mit dir reden und trotzdem vom Platz verjagen kann.“ Sein Grinsen verschwand augenblicklich. „Verpiss dich endlich!“
„Nanana, wer wird denn gleich. Ich sitze immerhin auch hier.“
„Och, entschuldige vielmals, dass ich das nicht bemerkt habe. Aber das ist mein Platz. Verschwinde!“
„Den will ich dir doch auch gar nicht wegnehmen. Ich will oder besser habe den Platz neben dir.“ Er grinste seinen mürrischen Banknachbar an.
Wenn Blicke töten könnten, würde die Nervensäge jetzt ganz langsam und qualvoll sterben. „Was an dem Wort „Verschwinde“ hast du nicht verstanden? Ich will niemanden neben mir und ich war zuerst hier. Mach das du weg kommst!“
Anstatt darauf einzugehen, grinste der Typ noch breiter.
„Freu dich doch!“
Oh ja. Und wie er sich freute! Er setzte sein wunderbarstes Lächeln auf und säuselte: „Ich freue mich so sehr, dass ich dich töten will!“
Es klingelte, aber auch das und der nun auftauchende Lehrer hielt die beiden Jungs nicht von ihrer netten Unterhaltung ab.
„Was ist denn dein Problem? Ich will doch nur neben dir sitzen.“
„Du bist mein Problem! Hast du dich etwa so sehr in mich verliebt, dass nur einige Meter Abstand zu viel wären? Ich bin zutiefst gerührt.“
„Meine Herren, würden auch Sie bitte Ihre Unterhaltung einstellen?“
Als dies mit unwollen geschah fuhr er fort. „Sehr schön. Bevor wir Anfangen, stellen wir uns erstmal vor. Mein Name ist Herr Hubert…“
Ihn interessierte sich nicht für die Namen der anderen. Er vergaß sie doch sowieso wieder sofort.
„Christian Brand.“ Erklang der Gestörte plötzlich unerwartet laut neben ihm und schreckte ihn somit aus seinen Gedanken. Auch die Klasse war erschrocken von der lauten Stimme des Blonden.
Das war wohl sein Zeichen.
„Kim Leuter.“
Man konnte ihm keinesfalls die Lautstärke oder den Enthusiasmus vom Quälgeist neben ihm nachsagen. Eher unsagbare Langeweile.
Ein zweites Mal wurde er aus seinem tranceähnlichen Zustand gerissen, als es zur Pause klingelte. Chris lies sich diese Chance natürlich nicht nehmen um ihn weiter an den Rand des Wahnsinns zu bringen.
„Hast du heute schon was vor? Wir können doch was zusammen machen.“
„Ja, ich will mich vom Hochhaus oder vor einen Zug stürzen. Alleine!“
Die Antwort wollte Christian wohl nicht. Enttäuschung spiegelte sich sichtbar auf seinem Gesicht wieder und lies Kim selbstgefällig grinsen.
/Ich kann ja so ein Arschloch sein!/
Und oh, welch Wunder, er ließ ihn in Ruhe. Wie hatte er denn das geschafft? Er redete doch bloß schon die ganze Zeit davon.
Egal, Hauptsache endlich Ruhe! Aber wenn er diesen Christian so anschaute würde er sagen, der brütet etwas aus. Na dann, da kann er sich ja noch auf das Ergebnis freuen!
Es dauerte auch nicht lange, bis es auch schon klingelte. Im Nachhinein konnte er nicht einmal mehr sagen, was der Pauker gesagt hatte. Dafür wird er bestimmt noch einen schönen Anschiss von seinen Eltern bekommen, wenn die aus ihren Urlaub wiederkommen.
Zum Glück konnte er jetzt endlich gehen. Aus dem Augenwinkel sah er einen Schatten und er wusste sofort zu wem der gehörte. Gerade heute war natürlich keiner da, zu dem er abhauen konnte. So’ne Scheiße! Wie soll er denn jetzt Mister Nervig loswerden? Der stellte sich ihm doch jetzt schon in den Weg.
„Mach endlich Platz, ich will heute noch weg!“
Nie zu nett sein, nachher nimmt das Chrissi noch persönlich.
„Hör mal…“
Als er nicht weiter sprach kapitulierte Kim. Er konnte eh nicht eher gehen. Chris’ Muskeln sah man deutlich, hatte er doch ein T-Shirt an.
Obwohl wenn er ihm schnell die Nase bricht… bekommt er eine Anzeige, nein, die kann er jetzt wirklich nicht gebrauchen.
„Was denn?“
Erstaunt sah Christian ihn an, jedoch wechselte dieser Ausdruck ziemlich schnell einem nicht deutbaren Grinsen. Was war denn nun wieder los? Er konnte sich einen entnervten Seufzer nicht verkneifen.
„Für einen Kuss lass ich dich gehen.“
/Na, spinnt der Kerl?!/
„Leck mich am Arsch, Darling!“
So schnell wie er zuschlug, konnte Christian gar nicht reagieren. Hastig verschwand Kim nach draußen zum Bus. Mit hoch erfreutem Gesicht sah er wie genau dieser vor seinem Gesicht wegfuhr. Womit hatte er das bloß verdient?
21.9.08 19:04
 


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