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Kapitel 2 - Mütter, Chrissis und Fäuste

Endlich war er zu Hause. Er war ja so froh, dass er diesem Perversen nicht mehr begegnet war! Nur weil er keine Freundin hat oder je hatte, war er nicht gleich schwul!
Ok, er schaute keinem Mädchen hinterher. Na und?! Jungs doch auch nicht!
Man, der Tag war echt klasse! Und wenn er ganz viel Glück hatte, würde morgen eine Anzeige ihn erwarten. Halleluja! Da Kim immer noch todmüde war, legte er sich in voller Montur hin und schlief auch sofort ein.
Ein gleichmäßiges Klingeln weckte ihn. Womit bekam er denn die Ehre angerufen zu werden? Er nahm ab und nuschelte ein müdes, aber übellauniges „Ja.“ herein.
„Melde dich ordentlich Kim! Was wäre wenn es ein wichtiger Anruf gewesen wäre?“, drang auch schon die Stimmer seiner Mutter aus dem Hörer.
„Dann würde dieser nicht so spät anrufen.“ Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es halb 10 war.
„Werd nicht frech, Kim! Wir kommen am Sonnabend wieder. Wir erwarten, dass alles sauber und aufgeräumt ist. Hörst du?“
„Ja.“
„Und benimm dich in der Schule.“
/Zu spät!/, dachte er während aus dem Telefon nur noch das Zeichen, dass sie aufgelegt hatte, drang. Er legte das Gerät zurück und überlegte was er jetzt machen könnte, da ihn seine herzallerliebste Mutter geweckt hatte. Nach einigem hin und her entschloss er sich rauszugehen.
Und es kam wie es kommen musste. Kaum war er 5 Meter gelaufen da sah er die Person, die ihn erst genervt und dann auch noch blöd angemacht hatte. Der weiße Verband um dessen Nase sah wirklich schick aus, wie er zufrieden bemerkte.
Doch etwas unwohl wurde ihm schon als Christian geradewegs auf ihn zukam. Er könnte nie das Schmerzensgeld bezahlen. Was für ein scheiß Glück besaß er eigentlich?
Er spannte sich an und stellte alle Gefühlsregungen auf Eis, als Chris vor ihm stehen blieb.
„Hi.“ Wurde er begrüßt und als er hochsah erkannt er, dass dieser Verrückte tatsächlich grinste.
/Ist der bekloppt?! Ich drück ihm die Nase platt und der grinst?/
Er konnte es nicht verhindern, dass ein verständnisloser Ausdruck in seine Augen rutschte. Sein Gegenüber schien zu merken, dass Kim nichts erwiderte, weshalb er einfach weiterredete.
„Du wohnst wohl auch hier? Dann können wir doch zusammen zur Schule gehen. Ach und mach dir keine Sorgen wegen der Nase, die ist nicht gebrochen.“
„Soll ich noch mal zuschlagen?“
/Was soll das? Der soll sich verpissen!/
So eine ähnliche Situation hatten sie doch heute schon mal. Chris’ Blick wurde traurig. Er hob seine Hand an Kims Wange, doch bevor er ihn berühren konnte, schlug Kim die Hand weg.
„Was soll das?!“
Langsam hatte er genug!
„Wenn du es wagst mich anzutatschen brauchst du nicht nur einen Verband!“
Seine Drohung schien aber nichts zu bewirken, außer dass die Augen von Christian langsam ihren Glanz verloren.
„Ich“ fing er an.
„Was?!“ blaffte Kim.
Chris warf ihm noch einen verzweifelten Blick zu, bis er den erschrockenen schwarzhaarigen Jungen in eine der vielen Seitenstraßen schubste und sich vor ihn stellte.
Bei Kim gingen alle Alarmglocken los und ein leicht panischer Ausdruck spiegelte sich auf seinem Gesicht wieder. Er hasste Nähe von anderen Menschen, sie machte ihn immer so verdammt nervös und unsicher. Etwas was er absolut nicht leiden konnte.
„Du schuldest mir noch einen Kuss.“ Hörte er plötzlich rau an seinem Ohr.
Ach du Scheiße! Er hatte wohl übertrieben. Aber wer rechnete denn mit so was!
„Lass mich sofort los!“
Er hatte diese Worte leise, aber gefährlich gesprochen. Wenn er auch nur ein wenig seine Angst zeigte, würde alles was er sagt lächerlich wirken. Doch Chris schien nichts mehr zu bemerken, sondern starrte nur noch auf seine Lippen.
/Der will mich echt küssen! Jetzt mach doch was!/
Gerade als er einen sarkastischen Satz loslassen wollte, beugte sich Christian vor und bedeckte seine Lippen mit Kims. Aus Reflex wollte er zuschlagen, doch selbst das verhinderte Chris, indem er seine Handgelenke so stark umfasste, dass es schmerzte. Er saß in der Falle!
Langsam entfernte sich Chris wieder von ihm.
/Der is’n Psychopath!/
In keiner Weise hatte Kim den Kuss erwidert. Er hat die ganze Zeit versucht sich von dem harten Griff zu lösen. Er zitterte zwar stark aber trotzdem schaffte er es noch klar zu sprechen.
„Ich mach dir das Leben zur Hölle! Du wirst dir wünschen mich nie getroffen zu haben! Ich werde dich quälen, dass du Zugrunde gehst! Wenn ich mit dir fertig bin, bist du nur noch eine leblose Hülle!“
Aber irgendwie prallten selbst diese Worte an dem Psycho ab. Dieser seufzte und flüsterte noch einen Satz, bevor er Kim losließ und ging.
„Dazu ist es zu spät.“
/Was?/
Kim war sichtlich verwirrt. Immer noch zitternd holte er seine Zigaretten heraus und rauchte gleich 4 hintereinander.
/Warum hatte er das gesagt?/
Diese Nacht konnte er kaum schlafen. Die ganze Zeit dachte er nach was Chris Verhalten bedeutete. Er hasste sein Leben! Er wollte diesen kranken Perversen nicht noch mal sehen! Was hatte er nur gemacht, dass dieser so an ihm klebte?

Er betrat die Schule und wünschte, dass der Freak für die nächsten 2 Jahre krank war.
Als er in das Zimmer ging, stellte er beruhigt fest, dass die Ratte noch nicht da war.
Ein lautes „Oh mein Gott!“ ließ ihn nach ein paar Minuten später fragend in die Klasse schauen. Was er da sah war kein anderer als Christian.
21.9.08 19:06
 


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