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Kapitel 4 - Zweite Erfahrungen

Er war da! Der tag an dem Chris zu ihm kommen sollte. Natürlich hatte er ihm nicht ganz getraut, aber als seine Alten kamen und er diese fragte, sagten die nur, sie hätten es vergessen zu erwähnen.
Na klar und er hatte immer einen netten Kaffeekranz mit dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen. Natürlich betonten seine so genannten Eltern, dass er da sein musste.
Argh, er wollte aber nicht! Er fand Chris doch jetzt sympathisch. Er wusste wie das abging. Erst fand man jemanden sympathisch, dann gewöhnte man sich an seine Anwesendheit, danach fand man ihn gar nicht so schlecht, dann nett, dann anziehend, dann sexy, dann mochte man ihn und zu guter Letzt war man dann verliebt! Und dann, war sowieso alles verloren. Und wenn er ihn doch nicht sympathisch fand?
Nein, er lag gestern so lange wach, am Ende hat sein Verstand aufgegeben und es zugegeben. Noch mal wollte er das nicht!

Es klingelte laut und schnell an der Tür. Er wusste schon gar nicht mehr wie oft er heute schon alles verflucht hatte, aber einmal mehr schadete sicher nicht. Plötzlich stand ein völlig aus der Puste seiender Chris vor ihm.
Na hallo, der hatte es aber eilig zu ihm zu kommen.
/Was ich nicht von mir sagen kann!/
„Hallo Kim. Wie geht es dir heute?“
„Zum kotzen, danke der Nachfrage!“
„Kim! Rede so nicht mit unserem Gast!“, regte sich auch schon seine liebe Mutter auf.
„Ich hab doch sogar danke gesagt.“, erwiderte er daraufhin sarkastisch.
Sein Vater musste sich jetzt auch noch einschalten. Reichte der dritte Stock aus um sich umzubringen?
„Kim Leuter. Wirst du wohl ordentlich mit deiner Mutter reden!“
„Ich finde ich hab das Recht dazu, denn immerhin erpresset ihr mich hier zu sein.“
„Du kannst gerne gehen.“
„Und Verhungern!“, ergänzte er seinen Vater.
Dieser wusste ganz genau, dass er das Geld für Essen brauchte. Seine Alten kauften doch nicht das was er aß. Aber wohin kämen sie denn dann.
„Kim, es reicht! Du lernst jetzt mit Christian für die Schule!“, schrie ihn seine Mutter an.
Aber das störte ihn nicht, seine Eltern machten das dauernd. So blieb er ruhig.
„Wisst ihr, ich frag mich warum ihr ihm den Job gegeben habt. Ihr wisst doch eigentlich wie ich auf solche Individuen reagiere. Und dann schickt ihr ihn auch noch hier her und sperrt ihn mit mir ein. Wirklich klasse! Seine Eltern werden sich bedanken, wenn er schon wieder einen Verband um die Nase trägt.“
Seine Eltern tauschten nervöse Blicke aus, doch Chris redete einfach in seinen Streit rein und ruinierte auch noch alles!
„Machen Sie sich keine Sorgen, Herr und Frau Leuter. Ich werde mich gut um ihn kümmern.“ Sagte er und schob ihn einfach in sein Zimmer. Woher er das wusste konnte er sich schon denken, immerhin war es das Einzige was nicht aufgeräumt war. Alles noch normal, auch wenn es ihm nicht gefiel. Doch dann stand ihm irgendetwas im Weg. Er stolperte und fiel mit Christian auf den Teppich. Und so hatte Chris einen Grund sich zu freuen und Kim wieder einen um zu fluchen. Chris lag auf ihm und war sichtlich glücklich, kuschelte er sich doch an ihn.
„Sag mal drehst du jetzt völlig durch? Geh runter! Ich bin nicht dein Kopfkissen.“
Chris grinste daraufhin nur.
„Stimmt, von meinem Kopfkissen werde ich nicht scharf.“
Kim verengte seine Augen zu Schlitzen.
„Nimm’ne kalte Dusche! Du bist doch krank!“
Sofort war wieder der Glanz aus den Augen seines Gegenübers. Er würde es zwar nie zugeben, aber irgendwie fühlt er sich schon gestern wohler, als seine Augen nicht mehr so stumpf waren.
„Was ist? Enttäuscht, dass ich nicht mit dir ins Bett will? Das weißt du nicht erst ab heute!“
„Kim, ich liebe dich. Da ist es normal das ich enttäuscht bin.“
„Schön, aber würdest du endlich mal aufstehen? Ich spüre meine Körperteile nicht mehr.“
„So schwer bin ich nun auch nicht!“
Er macht eine eindrucksvolle Pause, während Kim wartete bis er sich dazu bequemen würde ihn wieder freizugeben. Ob man ihn unter den ganzen Muskeln oder überhaupt den Körper sah?
Aber da holte Chris auch schon Luft um weiterzureden.
„Ich will dich Küssen.“
„Wie kommst du da eigentlich immer so mir nichts, dir nichts drauf?“, fragte Kim verständnislos.
Super, eine Unterhaltung, während er auf dem Boden lag. Yeah, das hatte er sich schon immer gewünscht! Und schon wieder grinste Chris.
„Ich will dich immer küssen, wenn ich dich sehe. Und erstrecht wenn ich dir so nah bin wie jetzt. Mh, du riechst so gut.“
Scheiße! So kam er nicht weiter! Er musste es anders machen. Aber wie?
Na klar!
„Chris, du sagtest, dass du mich liebst. Stimmt das auch?“
Chris stutzte und schaute ihn an wie ein Alien, aber nach ein paar Sekunden antwortete er.
„Ja, ich liebe dich wirklich. Wieso fragst du?“
„Wenn du mich liebst, würdest du auf das Achten was ich will und aufstehen!“
Schachmatt! Er hatte gewonnen!
Langsam erhob sich Chris von ihm. Gerade als er dachte es wäre vorbei streckte Christian eine Hand nach ihm aus. Dann hörte er nur noch einen Satz von seinem Gegenüber und er wurde schon wieder geküsst.
„Ich liebe dich, aber ich kann mich auch nicht zurückhalten.“
Fest spürte er einen Arm um seine Hüfte und eine Hand unnachgiebig um seinen Nacken. Er konnte sogar deutlich jeden Muskel von seinem Belästiger spüren. Langsam ärgerte er sich, dass er so verdammt gegen Sport war.
/Irgendwie… ist das gar nicht mal so schlecht./
Nach diesem Gedanken erschrak er sich innerlich fast zu Tode.
/Denk nicht mal an so was, du hast zwar nichts gegen Schwule, zwei deiner Freunde sind ja auch zusammen, aber deshalb bist du es nochlange nicht. Ich sollte wohl nicht mehr so oft mit denen weggehen, vielleicht färbt Schwulsein doch ab./
Durch seine Gedanken abgelenkt bemerkte er zu spät die Hand um sein Kinn, welche seinen Mund öffnete. Oh man, ein Zungenkuss. Er sah sich schon beim Petting.
/Aber verdammt ist der gut!/
Er ließ es sich nicht nehmen begeistert mitzumachen, was den Griff um seine Taille noch mehr verstärkte. Wirklich, so schlecht war das gar nicht. Klar, es war ein Kerl der ihn küsste, aber war das wirklich ein großes Problem? Wenn er gerade darüber nachdachte dann nicht.
Chris drängte Kim an eine Wand und sich selbst noch mehr an ihn.
/Oh Gott ist das gut! Wann hatte ich eigentlich das letzte Mal Sex? … Schluss jetzt, ich denke schon Stuss!/
Gewaltsam löste er sich von Chris, was bei weitem nicht so leicht war, wie es klang. Am Ende schaffte er es nur, dass der Gute von seinem Mund abließ und seinen Hals bearbeitete. /Wenn der mir einen Knutschfleck macht bring ich ihn um! Aber verdammt, das ist immer noch gut!/
Ein paar neugierige Hände holten Kim zurück in die Realität.
„Verdammte Scheiße! Lass endlich los!“, schrie er Christian an.
Verständnislos ließ der ihn los und schaute Kim aus verschleierten Augen an. Er brauchte allerdings nicht lange um zu kapieren was los war. Immerhin war dessen Verzweiflung und Wut nicht zu übersehen.
„Kim, was“
„So eine Scheiße! Mist! Verflucht! Scheiße!“, unterbrach ihn Kim.
Plötzlich klopfte es.
„Kim, was hast du angestellt? Geht es dir gut Christian?“, drang es gedämpft von draußen zu den Beiden.
Chris warf noch einen besorgten Blick zu ihm bevor er schnell zur Tür ging und Kims Mutter eine glaubhafte Lüge auftischte. Von wegen „Kim hätte sich gestoßen“ „Ich wollte ihm helfen, aber“, „Gleich noch mal mehrere male danach“ und „Zu viele Blaue Flecken“.

Man konnte es Chris wirklich abnehmen, wenn man nicht sah wie Kim, mit einer angezündeten Kippe im Mund, Teile seiner Einrichtung auseinander nahm.
Nach einer Weile hatte Chris die Mutter davon überzeugt, dass es ihm gut ging.
/Alte Schachtel! An mich denkst du wieder nicht. Aber was sollen denn die Nachbarn denken, wenn der liebe Junge mit blauen Flecken oder mehr aus dieser Wohnung geht!/
Vorsichtig ging der liebe Junge auf Kim zu.
„Was willst du noch?“, blaffte er auch gleich.
„Kim, was hast du?“, fragte Christian zögernd.
„Ist das nicht offensichtlich?!“
„Och doch, ich glaube schon. Aber ich hätte nicht gedacht, dass du so ein Problem damit hättest mit mir zusammen zu sein. Gerade nach deinem Gestöhne eben.“
„Ich habe nicht gestöhnt!“, erwiderte er und kam sich dabei unglaublich dämlich vor. Denn er hatte gestöhnte und geseufzt was das Zeug hielt, aber musste man das ihm auch noch auf die Nase binden?
„Außerdem geht es eher darum, dass ich ein Problem damit habe plötzlich mit einem Mann zusammen zu sein!“, ergänzte er um von dem Stöhn-Problem abzulenken.
Jetzt schien Sunnyboy nicht mehr so scheiß Selbstsicher zu sein. Er runzelte die Stirn.
„Bist du denn nicht schwul?“
Kim fiel aus allen Wolken. Eigentlich war er ja nie auf Wolken gewesen, aber das war jetzt nicht das Wichtigste.
„Na hallo, was denkst du was ich dir die ganze Zeit begreiflich machen will?!“
Blondie war sprachlos und er hatte eine Sorge weniger. Zweite Sorge, Christian war trotz allem noch da.
„Willst du nicht langsam gehen?“, erkundigte er sich genervt.
Dass das eigentlich schon eine halbe Aufforderung war übersah der Große gekonnt und starrte Kim weiter an.
„Hey, noch jemand zu Hause?“
„Du bist also nicht schwul, lässt dich aber von mir küssen…“
Sein Verehrer hatte anscheinend seine Sprache wieder gefunden. Einen Umstand, den er nicht gerade genoss. Oder besser, seine Fragen gefielen ihm überhaupt nicht!
„Das sind nur Hormone, die irgendwie abgebaut werden müssen. Keine Sorge, das geht vorbei.“
Ok, sein Satz klang nicht nur nach einer extrem bescheuerten Ausrede, nein, hatte er wirklich von seinem Sarkasmus gebrauch gemacht? Dem verdutzten Gesichtsausdruck des Großen her schon.
„Stehst du auf mich?“, kam auch schon Christians direkte Frage.
„Nein!“, antwortete Kim wie aus der Pistole geschossen.
/Er soll doch nur gehen! Wo liegt das Problem?/
„So, wir haben lange genug das Frage-und-Antwort-Spiel gespielt. Ich bediene mich jetzt meines Rausschmeißjokers und werde dich aus meinem Zimmer und dieser Wohnung verjagen.“
„Denkst du wirklich, ich geh so einfach?“, fragte Chris.
Ohne mit der Wimper zu zucken antwortete Kim mit einem Grinsen.
„Natürlich! Außer du willst, dass ich zufällig kranke werde. Zu dieser Zeit lassen übrigens auch meine Eltern niemanden zu mir. Ich darf dann nicht einmal vor die Tür gehen.“
„Du erpresst mich.“
Eine simple Feststellung von unserem Genie.
„Ganz Recht mein Lieber.“
Erschrocken erstarrt er.
/Mein Lieber ist gleich Christian? Himmel, hoffentlich überhört er nicht den Sarkasmus. Dann könnte es ziemlich unschön für mich werden./
Aber das war nicht der Fall, der Große verabschiedete sich noch von den Eltern und ging ohne auch nur noch ein Wort zu sagen.
Wieder hatte er es geschafft die Freude aus dessen Augen zu nehmen. Leise seufzte er auf. Als er so bedrängt worden ist, hat er nur instinktiv gehandelt. Er konnte halt nicht anders. Was war dieser Idiot auch so hartnäckig.
Zu Kims großem Erstaunen wurde er sonntags wirklich krank und selbst seinen Eltern wollten ihn nicht mehr zu Schule schicken, als er den ganzen Tag nur noch über dem Klo verbrachte.
21.9.08 19:07
 


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