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Kapitel 7 - Enthüllungen

Langsam wachte er auf, hatte noch kurze Zeit einen trüben milchigen Schleier vom Schlaf vor seinen Augen. Das erste, was er wahrnahm war die ungewohnte Wärme hinter ihm.
Er übernachtete oft bei anderen, meist bei Frank, aber es war etwas vollkommen anderes in einen Bett mit einer Person zu schlafen als nur bei einer zu nächtigen. Es war irgendwie komisch, aber nicht unangenehm. Selbst dann nicht, als er sich wiederholt ins Gedächtnis rief, dass das Christian war. So eine erholsame Nacht hatte er schon lange nicht mehr gehabt.

Frank, Christian und er waren gestern noch einen Trinken gegangen und mit fortschreitender Zeit und wachsenden Alkoholpegel hatte er den Vorsatz entwickelt netter gegenüber Christian zu werden, wenigstens ein kleines bisschen. Und als dieser ihn fragte, ob er bei ihm übernachten wollte, hatte er zwar anfangs protestiert, doch letztendlich zugestimmt, gemäß seinem Vorsatz.

Wie spät war es?
Ein murmeln lenkte ihn von der Frage ab. Chris kuschelte sich noch näher an ihn und verstärkte den Druck seiner Umarmung. Und noch immer wurde es ihm nicht unangenehm. Was war nur mit ihm los?
Ein nerviges Piepen durchbrach die Stille. Es war ein Wecker. Was sonst? Er war ja gerade entspannt und ruhig gewesen, was konnte anderes passieren als die sofortige Zerstörung seiner Stimmung! Aber es brachte alles motzen nichts, er sollte sich eher darum kümmern das Murmeltier wach zubekommen, sonst würde er nicht wegkommen. Christian hatte selbst im Schlaf einen eisernen Griff. Er stockte, wiederholte seine letzten Gedanken der Reihe nach. Irgendwas stimmte da nicht.
/Murmeltier! Verdammt! Seit wann benutze ich solche Wörter?/
Frustriert stöhnte er auf. Man konnte es mit der Freundlichkeit auch übertreiben!

Der Körper hinter ihm versteifte sich.
„Mach das noch mal und ich garantier für nichts.“
Sein Herz hörte vor Schreck auf zu schlagen, nur um danach mit doppelter Geschwindigkeit seine Arbeit fortzuführen.
/Sag mal spinnt der?/
„Musst du mich so erschrecken?“
/Ja Kim! Schnauz ihn als allererstes an! So aufzuwachen muss eine wahre Freude sein!/
„Sorry.“
Enttäuscht sagte sein Bettgeselle dieses eine Wort, mehr nicht und löste seine Arme von ihm.

Fertig geputzt und angezogen wartete Kim, dass Christian ebenfalls schultauglich wurde.
Seine Nerven waren zum zerreißen gespannt. Kein Wunder.
Chris war mit einer Trauermiene ins Bad gegangen, als wäre seine gesamte Verwandtschaft auf einmal gestorben.
Er hatte nichts anderes erwartet. Womit er allerdings nicht gerechnet hatte war sein wieder erwachtes Gewissen. Da hörte man jahrelang nichts von dem und nun das, eine kleine zeternde, sein Gehirn und Nerven zermürbende, Stimme im Kopf. Er musste etwas dagegen machen, sonst würde er noch verrückt werden.

Nach weiteren vier qualvollen Minuten kehrte Christian wieder. Frisch geduscht, rasiert und ungemein lecker. Kim verdrängte seine vorherige Wortwahl und ging auf den Blonden zu. Ein paar Sekunden blieb er noch unentschlossen stehen.
Sollte er wirklich? Sein Gewissen schrie ja!
Leise kam ein Morgengruß über seine Lippen, es war zweifelhaft, ob Christian ihn überhaupt verstand. Vorsichtig, um nicht zu ruppig zu handeln, zog er Christian nach unten und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Mehr war nicht drin. Chris war zwar einige Momente völlig verblüfft, fing sich aber schnell und grinste wie ein Honigkuchenpferd.
War es das Wert? Nein!
Würde er es wieder tun? Ja!
Aufgedreht und glücklich machten sie sich auf den Weg zur Schule. Oder besser gesagt war der Blonde so gestimmt, Kim folgte ihm mit vermischten Gefühlen.

Noch bevor sie den Unterrichtsraum betraten, rannte Nathalie in sie und belagerte den blonden Teil des Duos.
„Hey Christian! Morgen! Wo bist du gestern so schnell hin? War dir schlecht?“
/Nein, mir aber jetzt!/
„Ähm ja, zum Abmelden war keine Zeit mehr.“
/Und er lächelt auch noch!/
Seine Laune fiel mit erschreckender Geschwindigkeit in den Keller. Sie gab ein widerliches Lachen von sich.
„Deshalb hab ich es der Lehrerin erklärt.“
Stumm schob er sich an ihr vorbei, sie blinzelte grad verführerisch Chris zu. Länger hielt er das sicher nicht mehr aus.
„Also eigentlich habe ich mich gerade mir Kim unterhalten…“, schaute dabei Kim hinterher und nicht sie an.
„Ach, der weiß deine Fürsorge doch gar nicht zu schätzen.“
Eine abwertende Handbewegung begleitete diese Behauptung. Sie war sich bewusst, dass sie von Kim gehört wurde, beabsichtigte es auch.
/Ja, ja… Fick dich doch!/
Mürrisch warf er seine Tasche auf den Tisch und setzte sich. Was diese Sirene von sich gab störte ihn nicht im Geringsten, viel mehr ärgerte er sich über Christian, der nichts erwiderte.
Was sollte der allerdings sagen? „Kim ist so ein Engel. Er liegt mir geradezu zu Füßen.“?
Schwachsinn!
„Guten Morgen.“, sagte Michael schüchtern, der ebenfalls angekommen war.
„An diesem Morgen ist nichts gut!“, stellte Kim gleich brummend klar.
„Warum denn?“
Mit einer Kopfbewegung zeigte er auf die heute babyrosa gekleidete Gestalt, die mit Christian auf ihren Platz stöckelte.
„Ah, wegen Nathalie, kann ich verstehen.“, verzog kurz das Gesicht.
„Ich hab übrigens der Lehrerin gestern gesagt, du wärst immer noch krank.“
Der Kleine taute ja richtig auf.
„Und das hat die dir geglaubt?“
Er hätte das nicht!
„Ja.“
Mein Gott war die dumm!

In der Stunde wurde nur über die Klassenfahrt gesprochen, von der er nichts wusste und zum ersten Mal hörte. Bei seiner Aufmerksamkeit war es aber kein Wunder.
„Damit ich mich klar ausgedrückt habe, jeder“, und da schaute Herr Hubert besonders Kim an, „wird sich vorbildlich benehmen! Kein Alkohol, keine Drogen und keine Eskapaden!“
Er legte eine Kunstpause ein, damit die Worte ordnungsgemäß auf die Schüler wirken konnten.
„Ich habe keine Lust euren Dreck dann wegzuräumen! Wen ich auch nur bei dem Versuch erwische eine der Regeln zu brechen und glaubt mir, es sind viele, wird umgehend zurückfahren. Auf eigene Kosten!“
Eine weitere theatralische Pause.
„Damit ist das geklärt. Nun zur Zimmeraufteilung. Es gibt lediglich Doppelzimmer, natürlich werden männliche und weibliche Schüler getrennt. Ich lass euch die Pause, damit ihr euch entscheidet, wer zusammen in ein Zimmer geht.“
Die Pausenklingel erklang und die erste Schulstunde war vorbei. Wildes Gemurmel und leise Proteste fingen an.
„Ich will aber mit Karen und Maxi in ein Zimmer.“ „Und ich wollte zu Sven ziehen…“ „Oder Christian!“
Hysterisches Lachen folgte.

„Kim?“
Wenn andere vom Teufel sprachen.
„Vergiss es!“
„Du weißt doch gar nicht was ich sagen will!“
„Interessiert mich auch nicht.“
Er war immer noch wütend.
/Wütend? Eher beleidigt!/
Ein Gewissen war so nervig!

Was hatte er gemacht?
Es war unglaublich wie Kim ihn behandelte. Wie ein Fußabtreter, gelegentlich drauftreten und sonst ignorieren. Dabei hatte er so schöne Fortschritte gemacht.
Also, was war schief gegangen? Hatte er das falsche T-Shirt angezogen?
Er war genervt. Genervt von Kims Verhalten.
/Ruhig Christian, beruhig dich. Er ist nicht grundlos sauer. Er hat einen Grund, wenn er auch noch so kleinlich sein mag./
Das einzige was er gemacht hatte war sich, gezwungener Maßen, mit Nathalie zu unterhalten.
/Das ist es!/

Christan sah ziemlich angefressen aus.
/Ist doch deine Schuld!/
Er war wohl an allem Schuld! Morgen würde „Kim, das Weltenübel!“ in der Zeitung stehen, damit es jeder sehen konnte!
„Hast du mir nicht etwas zu sagen?“
War der immer noch da?
„Nicht, dass ich wüsste.“
/Doch, du weißt was! Sag’s ihm!/
„Nichts über die Eifersuchtsszene, die du gerade veranstaltest?“
„Eifersuchtsszene?“, zu schnell, zu wütend.
/Ertappt!/, jubelte es in seinem Kopf. Schadenfreude ist doch die schönste Freude.
„Bist du noch ganz dicht?! Ich bin doch nicht eifersüchtig!“
/Nein. Wie er nur darauf kommt?/
Er war erschreckend, wie still es in dem Raum wurde.
„Doch, bist du.“
„Ach, und auch wen?“
Er verschränkte die Arme und beugte sich drohend vor.
„Auf Nathalie.“
Christan sagte das so, als wäre das dass Selbstverständlichste auf der Welt. War es aber nicht!
„Du spinnst! Geh und lass dich untersuchen!“
/Er hat Recht! Gib es doch zu!/
„Also nicht?“
/Doch! Doch!/
„Ja!“
„Ganz sicher?“
Warum fragte der noch mal nach?
„Ja!“
Christian lächelte hinterlistig. Er war Kim schon nah, ging aber noch einen Schritt auf ihn zu, beugte sich ebenfalls vor und küsste ihn. Auf den Mund. Vor der gesamten Klasse, einschließlich Herr Hubert, der diesen Augenblick wählte, um wiederzukommen.
„Schön.“, sagte Christian und machte sich auf den Weg zu seinem Platz. Die nächste Stunde fing immerhin an.

„Kim?“
Er blinzelte. War das eben wirklich passiert? Vor allen anderen? Ein Blick in die Klasse gab ihm die Antwort, zerstörte die Hoffnung, dass es nur ein makabrer Albtraum war. Es war passiert. Vor allen anderen.
„Kim!“
„Ja?“
Er war ausgelaugt, müde.
„Der Lehrer…“
„Was ist mit dem?“
„Er will wissen, ob du wirklich mit Christian in ein Zimmer willst.“
Was für ein Zimmer? Worüber sprachen die?
/Die Klassenfahrt!/
Er sah zu der Person, die ihm früher oder später in die Klapse bringen würde. Chris lächelte ihn an, wenn auch unsicher. Er könnte protestieren, ihn anschreien, verprügeln. Doch in ihm flüsterte eine kleine Stimme.
/Sag ja./
„Ja.“
Er sah sein Gewissen zufrieden nicken, den Blonden strahlen, den Lehrer misstrauisch schauen. Da hatte er was angestellt…

Die nächste Pause wurde mit einer heftigen Diskussion begonnen.
„Habt ihr das gesehen?“ „Nein. Wir sind blind!“ „Also ich hab mich schon die ganze Zeit gefragt, was da läuft.“

Kim war es gewohnt im Mittelpunkt zu stehen, aber nicht wegen so was. Und schon kam die erste Barbiepuppe auf ihn zu, die locker bei „Wetten, dass…?“ mitmachen konnte. „Wetten, dass ich auf meinen 20 Zentimeter Absätzen schneller bin als ein ICE?“

„Kim!“, donnerte sie auch gleich los. „Sag, dass das nicht wahr ist!“
Warum immer er?
„Lass mich in Ruhe Püppchen.“
„Kim!“, rief Christan.
Super, der Nächste! Er wurde von seinem Stuhl hochgerissen und weggezerrt. Das letzte was er sah, war ein grinsender Sven.

„Hör auf mich dauernd lächerlich zu machen!“
„Das…“
„Und lass mich endlich los!“, schrie er und riss sich frei. Doch der Blonde ging auf ihn zu und umarmte ihn.
„Entschuldige.“
/Verdammt! Warum werd ich jetzt weich?/
Er konnte Christians Atem an seinem Hals spüren. Es kitzelte leicht. Dieser Moment war so friedlich, er konnte sich nicht wieder aufraffen ernsthaft wütend zu werden.
„Mach das einfach nicht mehr.“, sagte er leicht gereizt und aggressiv.
Nur weil er sich nicht danach fühlte, hieß das noch lange nicht, dass er es nicht vorgeben konnte. Als Erwiderung bekam er aber nur einen Kuss auf seinen Hals.
„Geht klar.“
Christian hatte ihn durchschaut. Zeit, sich darüber Gedanken zu machen hatte er allerdings nicht, denn der Blonde fuhr mit seiner Halsmassage mit dem Lippen fort.
Trotz der warmen herbstlichen Temperaturen breitete sich eine leichte Gänsehaut, Stück für Stück, über seinen gesamten Körper aus. Christian wusste ganz genau was er machte, denn Kim schmolz nur so dahin.
Es war herrlich. Doch irgendwie hatte er das Gefühl etwas vergessen zu haben.

Und wieder unterbrach die Schulklingel die traute Zweisamkeit.

Während Kim angestrengt versuchte wieder in die Realität zu kommen und somit seine Umgebung wieder wahrzunehmen, fluchte Chris ungehalten vor sich hin.
„Jetzt krieg dich mal wieder ein.“
Kim hatte sich gefasst und war zurück zu seinem üblichen Verhaltensmuster. Plötzlich drehte sich Christian zu ihm um und drückte ihm noch schnell einen Kuss auf.
„Kommst du heute mit zu mir?“, fragte dieser auch gleich danach.
Komischerweise fiel ihm kein Grund ein abzusagen und irgendwie wollte er auch.
/Scheiß Triebe!/
„Von mir aus.“
Damit nahm der zufriedene Blonde seine Hand und schleppte ihn zurück zur gaffenden Meute.
Die hatten wohl ihre eigene Meinung, was in den 17 Minuten vorgefallen war, denn Sprüche wie „Kannst du jetzt noch sitzen?“ „Und, ausgetobt?“ empfingen sie. Aber Kim blaffte zurück.
„Nicht jeder hat so eine tolle Gummipuppe wie du.“
„Hey! Das hat er gar nicht nötig, du Satanist!“, sprang seine Freundin heroisch für ihn ein.
Demonstrativ musterte Kim das Mädchen mit der gebräunten Haut und den rot gefärbten Haaren, zog dabei schon automatisch sarkastisch eine Augenbraue hoch.
„Doch.“
Das machte sie sprachlos. Durch die entstandene Stille hörte man das leise, raue und tiefe Lachen von Sven. Augenblicklich sahen alle ihn an.
„Ach kommt schon. Das war witzig.“, brachte er mit Mühe seine Rechtfertigung vor.

Kim konnte Sven nicht genau einordnen. Vom äußerlichen her sah er aus wie der perfekte Mädchenschwarm, bei dessen Auftauchen alle weiblichen Wesen Herzen in den Augen bekamen. Nur hatte er nie auch nur die kleinste Abneigung ihm gegenüber bemerkbar gemacht, wie es sonst der Fall war. Mehr noch, dadurch, dass er über seine, nun ja, leicht beleidigenden Sprüche lachte, lockerte er die angespannte Atmosphäre zwischen den Klassenkameraden. Er half ihm, vielleicht unbewusst, doch er tat es und obwohl er das eigentlich verabscheute, irgendwie wurde Sven ihm sympathisch.
Das störte Kim! Und zwar gewaltig!
Er war keiner dieser an den Weltfrieden glaubenden, naiven und gutgläubigen Menschen, die jedem Idioten hinterher rannten, der sich dazu herabließ Mal zu helfen. Ganz zu Schweigen davon, dass er es auch nie werden wollte. Von seinen Gedanken angestachelt deutete er Svens Lachen mit Absicht falsch.
„Was lachst du so blöd? Ist dir eingefallen, wie du aussiehst?!“
Sven hörte zwar auf zu lachen, grinste aber dennoch von einem Ohr zum anderen. Angegriffen fühlte der sich allem Anschein nach nicht. Der Riese, Kim schätze ihn auf ca. 1,90 m, stand auf und gesellte sich zu ihm. Was danach geschah versetzte ihm einen gehörigen Schock. Sein Verstand weigerte sich schon zum zweiten Mal an diesem Tag etwas als Realität einzuordnen.
Sven hatte ihm durch die Haare gewuschelt. Wie bei einem Kleinkind! Das war doch die Höhe! Er war verdammt noch Mal gefährlich!
„Fast.“, sagte Sven mit einem Augenzwinkern und deutlicher Belustigung in der Stimme.
/Gruselig!/
Langsam bekam er Angst. Hatte man ihm unbemerkt ein Schild mit der Aufschrift „Knuddel mich, streichel mich, fass mich an!“ umgehangen? Und viel wichtiger, wie entsorgte er es auf den Sperrmüll? Gott, er war kurz davor die Hand abzubeißen!

Das spürte wohl auch Sven, weshalb er die bösartige Fleischmasse, auch bekannt als Hand, zurückzog.
„Alles noch klar bei dir?! Es hackt wohl! Wehe ich spüre deine Griffel noch einmal auf mir, dann hängen sie bei mir an der Wand!“
Kims Drohung perlte jedoch an dem Perlweißgrinsen ab, wie Wasser an einer Abdeckplane.
„Hey, ich glaube Christian hätte was dagegen, wenn du meine Hände benutzt, anstatt seiner.“
Christan nickte auch gleich, um den Wahrheitsgehalt der Aussage zu unterstreichen.

/Ich glaub ich spinne!/
War er ohne sein Wissen in einer verfickten Comedysendung gelandet? Das würde immerhin das Gekicher erklären.
/Na warte, was du kannst, kann ich schon lange!/
„Da hast du wohl Recht. Zudem werden deine Hände doch noch woanders gebraucht.“
Ihm war da was aufgefallen. Sven schaute verdächtig oft zu dem Kleinen, welcher ja in Sven verschossen war. Wenn man diese zwei Tatsachen zusammenfügt erhält man ein unfertiges Paar.
/Na da wollen wir doch mal sehen, wie lange es dauert, bis er seine Fassung verliert./
Michael, den er unweigerlich mit bloßstellen würde, hatte er ganz vergessen.

Ein wenig sah Sven schon jetzt verwirrt aus.
„Was meinst du damit?“, fragte dieser, böse ahnendes, auch gleich nach.
„Denkst du etwa keiner würde es mitbekommen, wen du stundenlang anstarrst?“
Doch Sven handelte nicht, wie er es beabsichtigte. Statt weiter verwirrt zu sein und sich langsam in Panik zu steigern, schlich sich Erkenntnis in seine Augen. Und um Kims Plan ganz zu zerstören ging Sven in die Offensive.
„Wen starre ich denn an?“, erwiderte er in einer Stimmlage, die deutlich machte, dass er etwas vorhatte.
„Na Michael.“, sagte er unsicher mit einem Hauch seiner natürlichen Aggressivität. Was wusste Sven, was er nicht wusste und dadurch offensichtlich im Vorteil war?
„Ah, das meinst du.“, er legte eine kurze Pause ein. „Aber ich finde das nur natürlich. Frag doch Christan, der wird dir das bestätigen.“
Ok, wovon redete er und wovon Sven? Sprachen sie noch über das gleiche Thema? Und was hatte Chris damit zu tun? Ein Gedankenblitz durchfuhr ihn.
/Die haben eine Dreierbeziehung!/
Außer sich drehte er sich zu Christian.
„Du elender Arsch! Ich hab von deinen Lügen sowas von die Schnauze voll!“
Aber bevor der Angeklagte nur ein Wort zu seiner Rechtfertigung, auch wenn er nicht wusste, wessen er beschuldigt wurde, erklingen lassen konnte, meldete sich Sven zu Wort.
„Mein Gott, was hast du dir denn zusammengereimt Kimilein?“
/Kimilein?!/
Sollte Sven ihn noch einmal so nennen, würde er ihm die Zunge rausreißen! Das schwörte er!
„Ihr braucht es gar nicht erst zu verheimlichen!“

Seufzend fuhr sich Sven durch die Haare.
„Ich glaube, du hast da was missverstanden.“
So eine stark ausgeprägte Ader für eifersüchtiges Verhalten war doch nicht normal. Kims Geschichtszüge entgleisten und er wurde rot. Sven war sich hundertprozentig sicher, dass es aus Wut war. Hatte er ihn also nur noch mehr provoziert.
Eins musste er allerdings zugeben, wie Kim so aufgebracht vor ihm stand, wusste er was Christian an dem kleinen Goth fand. Der Anblick war einfach zu süß.
„Kim! Trenn dich von deiner Illusion! Ich schaue Michael genauso an, wie Christan dich. Was wohl daran liegt, dass Chris dich liebt und ich Michael.“
21.9.08 19:09
 


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