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Kapitel 1

Denkt an das Schlimmste, was euch je passieren könnte, multipliziert es mal 100 und ihr seid in meiner Welt.

Ich lebe in einer Stadt, in der Schrecken und Tod an der Tagesanordnung stehen. In der Monster nicht nur alptraumartige Gestalten sind. Die wirklich gemeinen sehen sogar recht harmlos aus.

Ich wäre froh, wenn ich sagen könnte, dass meine Stadt die einzige wäre, doch leider ist es auf der gesamten Erde so.

Es fing alles vor 10 Jahren an, wie in einem dieser Computerspiel oder Horrorfilme tauchten plötzlich immer mehr schreckliche Gestalten auf, mit Krallen, statt Nägeln, Reißzähnen und einer Haut, so hart wie Stein. Schattenlose Schrecken, schnell wie das Licht und genauso leise.

Sie wollten nichts böses, sie waren genauso überrascht wie wir. Nur war das den Menschen egal. Panisch kramten sie ihre Waffen raus, griffen die Unbekannten an. Und weil sie sich verteidigten, versank alles im Chaos.

Die meisten Menschen ließen sich von einem Lykantrophen oder Vampiren verwandeln, wandten sich an schwarze Magie oder verkauften ihr Blut und ihre Seele für ein paar Monate Schutz.

Die wenigen anderen weigerten sich. Aber entweder brach man ihren Verstand oder ihren Körper.

Es schien hoffnungslos, dass überhaupt Menschen überlebten.

Da passierte es: Einige von den Mensch, die sich noch so nennen konnten, entwickelten eine Resistenz gegen die Unbekannten. Damit und dem konsequenten Ignorieren des Gewissens, um ebenso grausam zu werden wie die Unbekannten, konnten sie sich verteidigen.

Ich bin eine von ihnen. Im zarten Alter von 10 Jahren, fand ich heraus, dass mein Blut Gift für Vampire ist. Meine Stimme ein unweigerlicher Befehl für alle Gestaltenwandler.

Trotzdem war es zu spät. Ich entdeckte diese Fähigkeiten erst, als die Kreaturen, eine Bande von Werbären und babarischen Mördern, meine Familie ermordet hatte.

Ich brauchte nicht lange, um zu verstehen, was ich anrichten kann und vor allem wie. Und so wuchs ich auf, in einer Umgebung, die kein Kind haben sollte.

Ich wurde ehrbarmungslos. Wenn man mit Teufel befreundet sein will, muss man mit seinen Karten spielen.

Ich bin Ray Dayson und ich lebe.


Ich war mit Brandon in einer Bar. Wir suchten einen Wertiger, für dessen Infos wir ein hübsches Sümmchen bekommen würden. Heutzutage arbeitete fast jeder auf Anfrage. Ob Auftragsmörder oder –dieb, keiner war so kleinlich, ein Jobangebot abzulehnen.

Brandon Tardia war mein Partner. Wir arbeiteten schon sagenumwobene 1 1/2 Jahre zusammen, was in unserer Branche eine Ewigkeit war. Er war ein Werwolf, hatte sich sein Schicksal jedoch nicht selbst ausgesucht. Er war einer derjenigen, die nicht gefragt wurden, sondern einfach verwandelt und machte das Beste draus. Und er war erschreckend gut. Er hörte Sachen, die selbst ein Lykantroph nur schwer erkennen konnte.

Und ich… ich hatte mir auch ein paar Extras angeeignet. Ich war giftig, aber wie das Licht die Motten, zog ich auch Blutsauger und die anderen. an. Mit der Zeit hatte ich allerdings gelernt, meinen betörenden Geruch zu kaschieren. Blöderweise hatte mich dennoch ein Vampir ein bisschen verwandelt. Ich konnte eine richtige Umwandlung verhindern, aber ich bin kein vollwertiger Mensch mehr. Inzwischen kann ich auch darüber hinwegsehen, die Fähigkeiten haben mir schon an manchen Tagen den Arsch gerettet. Und zudem ist mein Angreifer elendig an meinem Blut verstorben.

„Ray.“, schnurrte mein Partner. Für ihn roch ich wie ein Festtagsmenü, da konnte ich noch so viel Parfüm auf mich kippen.

„Ja?“, hauchte ich zurück, mit dem vollen Bewusstsein, ihn zu reizen.

„Er kommt gleich rein, mach dich fertig.“

Ich schaute ihm tief in die Augen. Den Teil meiner Arbeit fing ich an zu hassen.

Sorgenvoll musterte er mich. Fertig machen hieß nichts anderes, als dass ich meinen Pheromonen freien Lauf lassen sollte, damit er zu mir kam. Natürlich wurden so aber alle auf mich aufmerksam. Und Brandon gefiel das ganz und gar nicht.

Wir hatten eine komplizierte Partnerschaft. Eine Beziehung haben wir nie in Betracht gezogen - wir würden nicht mehr vernünftig arbeiten können. Dazu kam noch, dass er, solange ich kein vollwertiger Vampir war, immer das Verlangen haben würde, mich aufzufressen. Dennoch konnte keiner von uns beiden die Spannung zwischen uns ignorieren. Wir versuchten es aber trotzdem.

„Geht klar.“

Normalerweise war ich unter einer stetigen Anspannung, damit ich auch alles kontrollierte. Ein Körper ist das verräterischste was es gab. Er hörte auf Lockrufen von Dämonen oder noch Schlimmer, hetzte einem eine ganze Scharr von Spitzzähnen auf einen. Die Folge war, dass man sich ständig kontrollieren musste. Ohne Pause. Nun lockerte ich aber einen kleinen Teil meiner Verkrampfungen und schätzungsweise 20 Werwesen blickten mich abrupt an.

Ich wandte mich zu Brandon. Seine Augen hatten dieses Funkeln, eine Mischung aus Begehren und Panik. Doch dafür, dass ich ihm so nah war, schlug er sich richtig gut. Er wurde immer besser darin, mich nicht anzufallen.

Ich sonderte mich ab, ging an die Theke, als die Tür aufging. Unser Wertiger, Nicholas Paw, betrat die Bar und wie beabsichtigt bemerkte er mich sofort. Er kam auf mich zu und setzte sich neben mich. Aus dem Augenwinkel heraus sah ich, wie er mich musterte und lächelnd drehte ich mich zu ihm.

„Hey Honey.“, sprach er mich an. Seine Stimme war wie ein Reibeisen. Er war ein Alphatier, eindeutig.

„Hey Großer.“, wisperte ich zurück. Mit einer flinken Handbewegung nahm ich meine langen Haare zur Seite, um meinen Hals zu entblößen. Ein einfacher Trick, damit er sich nach mir verzehrte. In der Beziehung waren die Bleichgesichter und die Lykantrophen gleich.

Zufrieden sah ich, wie er sich die Lippen leckte.

„Kann ich dir einen Drink spendieren?“

Ein Schauer jagte mir über den Körper. In Endeffekt war ich halt doch nur ein Mensch. Anfällig gegenüber der Verführung von allen Schattenwesen.

„Nun, ich bin nicht durstig.“

Jetzt brauchte er nur noch Anbeißen. Der Plan sah es vor, dass er mich zu sich bringen sollte. Brandon würde uns unauffällig folgen. In seiner Wohnung würden wir ihn dann überwältigen und die Papiere klauen, die wir besorgen sollten.

„Wie schade. Und was wäre, wenn ich verspreche, nicht deinen Zustand auszunutzen? Egal, wie betrunken du wirst?“

„Und wenn genau das mein Problem wäre?“

Ich schenkte ihm mein charmantestes Lächeln. Und er reagierte genau, wie ich wollte.

„Dann würde ich die schnell entführen, damit du es dir nicht anders überlegst.“

Bingo!

„Mh.“, schnurrte ich und ließ meinen Vampirteil spielen. „Und wer garantiert mir, dass du mich heil zurückbringst?“

Seine Mundwinkel wanderten nach oben und ein jungenhaftes, verspieltes Glitzern trat in seinen Blick.

„Wann hab ich erwähnt, dass ich dich wieder gehen lasse?“

Ich lachte auf. Es tat mir schon fast Leid, ihn dermaßen zu hintergehen. Er war mir irgendwie sympathisch.

„Oh je. Und wer kümmert sich dann um mein Haustier?“

Überrascht schaute er mich an. Kaum einer hatte heutzutage ein Haustier. Ganz davon abgesehen, dass sie nur eine geringe Überlebenschance hatten, war der Aufwand (robuste Wohnung, ständig Futter) viel zu groß. Man glaubt gar nicht, wie begehrt Hasen bei Werbären waren.

„Okay, du darfst einmal im Monat raus, wenn ich dich begleite.“

Erneut lachte ich auf. „Wenn das so ist…“ Ich glitt vom Barhocker und stellte mich hin. Hungrig lagen die Augenpaare der anderen auf mir. Allein Nicholas hielt sie auf Abstand, was meine Überzeugung, dass er ein Alphatier war, bestätigte.

„Darf ich?“ Er hielt mir meinen Mantel hin, damit ich nur in ihn zu schlüpfen brauchte. Ich musste mich dazu umdrehen, was mir eine perfekte Gelegenheit gab, zu schauen, ob Brian unseren Aufbruch bemerkte.

Er tat es. Sein ganzer Körper strahlte eine gewaltbereitschaft aus, die nur an meinem kleinen Flirt liegen konnte. Auch wenn er wusste, dass ich keine Rücksicht auf ihn nehmen konnte. Zum Glück fügte sich sein mörderischer Gesichtsausdruck in das Gesamtbild ein. Jeder Kerl in der Bar schaute so.

„Wenn du mir deinen Namen verrätst?“

Er grinste breit. Es schien ihn zu freuen, dass ich etwas über ihn wissen wollte.

„Nicholas.“

Keiner nennt so einfach seinen vollen Namen. Die Zeiten, wo Namen Schall und Rauch waren, lagen weit zurück. Jeder schwarze Künstler reißt sich um Namen, um an den Personen seine obskuren Experimente durchzuführen.

„Ich bin Ray.“, sagte ich im Gegenzug. Vornamen konnte man allerdings getrost sagen. Und Nicholas Paw war nur sein Arbeitsname.

Gemächlich gingen wir durch die Straßen. Die Städte sahen fast genauso aus wie früher. Es war erschreckend gewesen, wie schnell man sie zerstört und wieder aufgebaut hatte. Die Häuser waren jetzt stabiler, die Fenster kleiner oder gleich weggelassen, und doch erkannte man kaum die Unterschiede zu vergangenen Zeiten. Oder ich hatte mich schon zu sehr an den Anblick gewöhnt. Die Krallenspuren und Blutflecken an den Wänden konnte man leicht übersehen. Man musste es sich nur als Graffiti vorstellen.

Plötzlich sprang ein Vampir vor uns. Als ich 11 war hatte man mich damit noch erschrecken können. Mit 12 revanchierte ich mich, in dem ich meinerseits den Untoden Angst einflößte.

„Nicht jetzt Ashton.“ Nicholas stöhnte auf.

„Wer ist das?“, fragte ich ihn flüsternd. Werwesen machten eher selten gemeinsame Sache mit Blutsaugern.

„Mein Schwager. Einen Augenblick bitte.“

Ich riss die Augen auf. Ich wusste selbst nicht, ob ich mehr überrascht oder entsetzt war. Seit dem die NT - New Time - angebrochen war, hatte ich nichts mehr von Hochzeiten gehört.

Nicholas redete schnell und bestimmend und nur kurze Zeit später, waren wir wieder unter uns. Ich sprach die Sache nicht an. Jedoch nicht aus taktvollen Gründen, sondern weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, wo noch ein Geistlicher leben sollte und dieser dann auch noch Vermählungen mit Vampiren machte. Die Vorstellung war einfach zu lächerlich.

Wir gingen weiter durch die Straßen. Wie immer war der Himmel stetig von Wolken bedeckt. Schon ewig hatte ich die Sonne nicht mehr gesehen. Oder jemand anderes.

„Was machst du so?“, fragte er mich, um das Schweigen zu brechen.

„Du meinst, wenn ich nicht arme, unschuldige Wermenschen verführe?“

Er lachte sein raues Lachen. „Genau.“

Mir gefiel Nicholas immer besser.

„Och, dies und das. Hauptsächlich reichen, versauten Vampiren nachstellen.“

Amüsiert hob er seine Augenbrauen. „Ach, so ist das also.“

„Mädchen müssen auch ihr Geld verdienen.“, antwortete ich provokativ.

Er schlang einen Arm um meine Taille und führte mich in den Innenhof eines Wohnkomplexes.


Er leitete mich einen großen, breiten Gang entlang, auf eine Treppe aus Stahl zu. Meine Absatzschuhe hörte man, wie immer, überdeutlich. Wir folgten der Treppe bis ins vorletzte Geschoss. Dort holte er einen schlichten, abgenutzten Schüssel heraus. In einer fließenden Bewegung öffnete er die Tür und bedeutete mir einzutreten. Als er die Tür hinter sich schloss war das wie ein gesprochener Befehl. Die eine Sekunde noch ruhig, in der anderen wirbelte ich schon herum und pinnte ihn an die Tür.

Ich brauchte ihn nicht lange halten, mein Duft, mein süßer betörender Duft, legte ihn innerhalb von wenigen Augenblicken lahm. Er wurde willenlos und würde alles für mich tun. Hätte ich schon eher meine Pheromone so sehr ausströmen lassen würden sich jetzt unzählige Wesen auf mich stürzen. Die meisten Wohnungen hatten aber Abwehrmechanismen, damit vorrangig die Menschen ruhig schlafen konnten. Bald hatten jedoch auch alle anderen die Vorzüge so einer abgeschotteten Umgebung schätzen gelernt.

„Wo sind die Unterlagen über die Mischwesen?“

Mischwesen waren genauso gefürchtet wie selten. Bastarde, gezeugt von Schattenwesen, die weder das eine, noch das andere waren. Unaussprechlich schön und genauso gefährlich. Seit geraumer Zeit zählte ich dazu. Das war auch ein Grund, warum ich die Liste mit den Informationen brauchte. Ich musste wissen, ob ich auf ihr stand und wenn ja, diesen Teil vernichten.

Nicholas schaute mich mit dem typischen belämmerten Gesichtsausdruck an. Ich konnte praktisch sehen, wie er sich in Gedanken von meinem Anblick löste und versuchte meine Worte zu verstehen. Wie er in seinem Gedächtnis kramte, um mir zu geben, was immer ich will.

„Im Schlafzimmer, unter meiner Unterwäsche.“

Den Preis für den komischsten Versteckplatz hatte er schon mal gewonnen.

Ich drehte mich um und bewegte mich Richtung seines Schlafplatzes. Es war nicht schwer, dies zu finden. Als die Stadt wieder aufgebaut wurde bekamen alle Wohnungen gleichen Standes den identischen Aufbau. So wollte man verhindern, dass zerstörungswütige Kreaturen sich um ihr zukünftiges Heim stritten. Dennoch wurde nun einfach um die Aussicht gekämpft.

Nachdem ich mich nur einen Schritt von Nicholas entfernt hatte kam er mir automatisch hinterher. Als würde uns eine unsichtbare Schnüre verbinden. Ich ging zu der Kommode, in der ich seine Wäsche vermutete.

„Hier?“, hackte ich sicherheitshalber nach.

„Genau. Zweite Schublade.“, antwortete er in Trance.

Ich zog sie auf und kramte herum. Natürlich hätte ich auch ihn fragen können all dies zu tun, allerdings sollte man nie ein Alphatier unterschätzen. Wenn er plötzlich wieder zu Bewusstsein kommen sollte, hätte er die Liste in der Hand und ich müsste sehen, dass ich Land gewinne. So hatte ich aber die Liste auf jeden Fall in meiner Hand und wenn er nun erwachte, so könnte ich guten Gewissens rennen, was meine Beine hergaben.

Da Nicholas jedoch keine Anzeichen gab bald wieder geistige Klarheit zu bekommen, durchforstete ich die endlich gefunden Liste gleich hier und jetzt.

Es standen weniger Namen darauf, als ich eigentlich erwartete hatte. Ich war irgendwie froh, als ich las, dass es ein ähnliches Wesen wie mich gab. Der einzige Unterschied war, dass ich den Kuss erfahren hatte und er den Biss.

Die Vampire gaben einen Kuss, wenn sie jemanden verwandelten und die Lykanthrophen den Biss.

Ich fand sogar heraus, dass ein Mann, halb Werleopard, halb Banschee war. Ehrlich gesagt konnte ich mir das nicht einmal vorstellen. Meinen Namen oder überhaupt einen Gleichartigen fand ich nicht. Glück gehabt, würde ich sagen.

„Ray?“

Er kam an mich heran. Drückte mich mit seinem Körper an die Kommode. Oh, Mist! Hatte er sich also doch noch aus seiner bewunderten Starre gelöst und wollte seinem körperlichen Trieb nachkommen.

„Nicholas. Warte noch kurz. Ich bin gleich soweit.“

Die Wohnungen hielten zwar jeden Lockruf von innen wie von außen auf, jedoch keine Schallwellen, weshalb ich meine Stimme nicht einsetzten konnte. Genau genommen konnte ich meine Stimme nie einsetzen. Die Werwesen haben ein so feines Gehör – alle aus der Stadt würden nach meinem Kommando handeln. Das wäre schon etwas zu auffällig.

Er schmiegte sich an mich. Als er aufschnurrte vibrierte sein Körper so stark, dass ich augenblicklich zu zittern anfing. Angestrengt riss ich mich zusammen. Wo war eigentlich Brandon. Er sollte doch nach 10 Minuten in die Wohnung kommen.

Er strich mit der Nase über meinen Hals und leckte die Stelle danach ab. Mist, mist, mist! Sonst lief immer alles nach Plan, warum musste gerade heute Brandon hinterherhinken?

Ich seufzte. Es ging wohl nicht anders. Schade, dabei hatte ich angefangen Nicholas zu mögen.

Flink ließ ich meine Hand in meinen Stiefel wandern, bis ich das angewärmte Metall umschloss. Sofort zog ich es heraus und hielt es ihm an den Hals. Mit der anderen Hand hatte ich in der Zwischenzeit die Papiere in meinen zweiten Stiefel geschoben. „Schalt eine Stufe runter.“, sagte ich kalt. Es kam nur verführerisch bei ihm an. Ich konnte meinen Verführungstrick allerdings nicht zurückschrauben. Wenn ich ehrlich war, war mir ein aufgeheizter Wertiger lieber als ein wütender. Denn das würde er sein, sobald er wieder einen klaren Gedanken fassen kann.

Er machte Anstalten, meine Beine zu erkunden, als es an der Tür klickte und ich hörte, wie diese geöffnet wurde.

„Brandon! Ich bin im Schlafzimmer! Beweg deinen Arsch hierher! Und mach die Scheißtür zu!“

Nicholas schaute mich belämmert an, während er meinen Rock Stück für Stück hochschob. Ich drückte das Messer stärker an seine Haut. Ihn schien es nicht einmal zu kümmern.

„Ray? Verdammt! Fahr deine Pheromone herunter! Wo ist Nicholas?“

„Bei mir!“ Nicholas Hand wanderte gefährlich hoch. „Mach endlich!“

Da das Messer nichts nütze, versuchte ich ihn auf altmodische Art aufzuhalten. Ich drückte mit meinen Händen gegen seinen Arm, doch meine Kraft kam kein bisschen gegen seine an.

Brandon kam hereingeschlichen, bis in den letzten Muskel angespannt. Als er mich mit Nicholas sah, überbrückte er die letzten Meter zwischen uns und zerrte den liebestrunken Mann von mir weg. In der nächsten Sekunde hatte er Nicholas in die Bewusstlosigkeit befördert. Automatisch zog ich meine Lockstoffe wieder ein und richtete meine Kleidung.

„Hast du alles?“, fragte mich Brandon.

Ein Teil meines Bewusstseins bewunderte, wie ruhig er blieb. Es passierte leider häufiger, dass Typen auf mir lagen und mein Partner sie von mir runterholen musste. Beim ersten Mal konnte ich ihn nur durch einen Befehl davon abhalten, die Person zu ermorden.

Der Rest wollte einfach nur gehen.

„Ja. Lass uns abhauen.“

Es gab keine Polizei mehr. Allein die Idee war heutzutage lächerlich. Doch es gab ein paar Wesen, die dafür sorgten, dass Mörder ihre gerechte Strafe bekamen. Es wurden nicht alle gejagt, aber einige. Die Wesen, acht um genau zu sein, hatten dabei kein System, wen sie verfolgten und wen nicht. Und wenn doch, dann wusste es keiner oder gab seine Unwissenheit zumindest vor. Man konnte als Mörder also nie wissen, ob man ungeschoren davon kam, oder eher nicht. Ich war nicht besonders scharf darauf es herauszufinden und hielt mich lieber an die Methode niemanden umzubringen.Es war furchtbar nicht zu wissen, ob sie einen verfolgten. Einem auf den Fersen waren. In dieser ständigen Angst zu leben, dass sie eines Tages auftauchen.


Erschöpft ließ ich mich auf einen Stuhl sinken. Brandon verhandelte gerade mit unserem Auftraggeber und wie es sich anhörte, verlief es recht gut. Bis jetzt hatte er 100 Dollar mehr rausgeschlagen. Dollar war übrigens die einzige Währung, mit der noch gehandelt wurde und noch einen Wert hatte. Man brauchte kein Genie sein, um herauszufinden, dass da sicher ein ehemaliger, reicher US-Amerikaner seine Finger im Spiel gehabt hatte, allerdings hätte es uns schlimmer treffen können. Mit dem Yen zum Beispiel. Es klang einfach lächerlich, mit wie viel Geld die früher rumgerannt sind.

„Im Lonny Bin um zwei nach drei Uhr nachts. Einverstanden.“

„Bring du lieber das Geld mit!“

Das Lonny Bin. Super, einen besseren Platz gibt es nicht, dachte ich sarkastisch. Ganz wie der Name versprach war es wirklich eine Klappsmühle, in der man sich besinnungslos soff, bis zur Unterhose zockte, Irre ihre Heimat fanden und krumme Geschäfte auf der Getränkeliste standen. Zudem war der Barkeeper mein Ex, weshalb ich mich dort besser nicht blicken ließ.

„Brandon! Kannst du mich nicht einmal auch an mich denken? Du weiß, dass ich nicht ins Loony Bin gehe!“ Auch wenn er nicht wusste weshalb.

Müde schaute er mich an. „Mensch, einmal wird es wohl OK sein. Er wollte unbedingt dort die Übergabe machen.“ Er fuhr sich mir der Hand durch die Haare, verwuschelte sie.

„Ich bin müde, lass uns noch ein paar Stunden schlafen.“

Ich stand auf und belegte das „Gästebett“ in Form des Sofas, aber an Schlaf war nicht einmal zu denken. Der Barkeeper war ein berüchtigter Schwarzmagier, den ich in meiner Jugend kennen gelernt hatte. Damals fand ich das cool und effizient. Er konnte mich beschützen und würde ich je zu solchen Grausamkeiten fähig sein, wie zum Beispiel jemanden bei lebendigem Leib ein Körperteil abzuschneiden, könnte ich sogar schwarze Magie anwenden. Damals war er ein toller Lehrer gewesen.

Jedoch war es nicht toll, mit ihm Schluss zu machen. Er belegte mich mit einem Fluch, den ich erst nach 9 Monaten wieder loswurde. Ich sage besser nicht welcher, es war einfach zu schrecklich... und eklig.

„Bleib endlich ruhig.“, nuschelte er zu mir herüber. Da er sich, wie ich selbst, nur eine 1-Raum-Wohnung leisten konnte, war das Bett nur knappe 2 Meter von mir entfernt und er konnte meinen unregelmäßigen Atem hören, sowie den holprigen Herzschlag. Feine Sinne zu haben war nicht immer vorteilhaft.

Aber das war sein Pech. Er achtete nicht meine Wünsche, also würde ich den Teufel tun und ihn einfach schlafen lassen.

Ja, das war kindisch. Und ich kostete es mit voller Absicht aus. Ich musste schon viel zu früh Erwachsen werden, ab und zu hatte ich einfach das Bedürfnis den Streichkobold von der Leine zu lassen. Und gerade durchlebte ich das Motto: War ich nicht kann, sollst du nicht dürfen. Basta.

Brandon hatte es auch schon aufgegeben. Er fragte nicht weiter nach, was mit mir los war und hoffte wahrscheinlich nur, dass ich mich bald wieder einkriegte.


„Wir müssen langsam los.“, drängelte Brandon.

Nachdem keiner ein Auge zu bekam, sind wir nach nicht mal einer Stunde wieder aufgestanden. Missmutig hatte er sich Kaffee gemacht. Erst als er drei Tassen von dem Gebräu getrunken hatte, sprach er mich wieder an. Wir machten uns fertig, was hieß, er zerstrubelte mit der Hand seine Haare und ich wirbelte um ihn herum. Wenn ich Cole schon wieder treffen musste, dann wollte ich auch bombastisch aussehen. Zum Glück hatte ich schon gleich am Anfang unserer Partnerschaft ein paar Sachen bei ihm verstaut. Es gab ein paar Sachen, ohne die ich nicht leben konnte. Zum Beispiel einer Zahnbürste. Oder Make-up. Oder Ersatzschuhe. Und wenn ich je die Wahl hätte, zwischen meinen Schuhe und einem Körperteil von mir, wäre das eine echt schwere Wahl. Ich wüsste nicht, wie sie ausgeht.

Und es war echt erstaunlich, was aus Make-up geworden war, nachdem eine paar übernatürliche Wesen sich eingemischt haben. Man legt es am Morgen auf – und es bleibt bis man es mit einer Speziallotion ablöst. Ohne zu verwischen oder sonstiges. Geniale Sache war das.

Langsam wurde Brandon eben ungeduldig, da ich länger brauchte als üblich.

„Nur noch eine Sekunde.“, erwiderte ich gehetzt und quetschte mich in einen flammroten Minirock, inklusive Schlitz.

Meinem Partner verfiel genau dann in eine Starre, als ich klappernd aus dem Bad trat.

Das Detail hatte ich ja ganz vergessen. Ich war so fixiert darauf gewesen, Cole eins reinzuwürgen, dass ich den Effekt auf Brandon völlig vergessen hatte. Ob ich ihm damit zuviel zumutete?

„Hast du danach noch was vor?“, fragte er zwischen zusammengepressten Zähnen hervor.

„Eigentlich nicht.“ Immerhin wollte ich es nebenbei erledigen. Er sollte sehen, dass ich den Fluch gebrochen hatte und zudem wollte ich ihn beeindrucken - damit er mich nicht erneut verfluchte.

Die Frage: „Und uneigendlich?“ stand ihm ins Gesicht geschrieben, aber er schwieg. Und ich tat so, als würde ich es nicht sehen.

„Dann können wir endlich los?“, fragte er mich mürrisch.

„Klar.“

Die Luft knisterte zwischen uns, während wir auf dem Weg ins Loony Bin waren. Keiner von uns gab auch nur einen Ton von sich. Somit hörten wir nur die obligatorischen Geräusche: Wolfgeheul, Sirenengesang, Anlockmelodien, um nur ein paar zu nennen. Es hörte sich in etwa so an, wie wenn man ein paar Meter von einem Rummel entfernt stand.

Ich hatte aber auch keine Lust, die Spannung zu mildern. Immerhin kam ich mit jedem Schritt Cole näher. Der Drang sofort umzudrehen und wegzurennen war unglaublich und ich brauchte meine gesamte Willenskraft, es nicht einfach zu tun.

Nachdem wir um eine weitere Ecke gegangen waren, kam das Loony Bin in Sichtweite. Es hatte zwar kein Schild neben oder eine Schrift über der Tür, aber man erkannt es an Coles Haustier und Wächter Kerberos. Nicht der Kerberos, Mr. Barkeeper fand es nur lustig seinen „kleinen süßen Hund“ so zu nennen.

Der Haken war, dass Cole wohl allein mit seiner Meinung dastand. Jeder andere sah ein Monster, welches höchstens vor Äonen Ähnlichkeiten mit einem Hund hatte. Der Kopf erinnerte an einen Tiger und in seinem Maul befanden sich historische spitze Säbelzahntigerzähne. Sein Köper war schuppenartig auf denen unzählige Augen hervorlugten. Seine Tatzen waren mit extrem scharfen Krallen bewaffnet, die jedes Metall zertrennen konnten. Ich wusste es, ich hatte an einem Abend, wo ich gelangweilt auf Cole gewartet hatte, ausprobiert. Und dann war da noch der Puschelschwanz. Der passte zwar überhaupt nicht zu dem Rest des Erscheinungsbildes, dennoch habe ich noch nie jemanden darüber lachen hören. Es wurde sogar gemunkelt, dass Kerberos Einflüsse von den Gorgonen hat. Das sind die Wesen, die einen durch einen Blick in die Augen erstarren lassen. Das war aber nur ein Gerücht. Selbst Cole wusste nicht genau, was er da von der Müllhalte mitgenommen hatte. Er fand ihn nur so süß und hilflos, dass er ihn nicht zurücklassen konnte.

Zum Glück hing ich an Kerberos, sonst hätte ich womöglich seine Leckerli längst ausrangiert. Es war immerhin das Haustier meines Ex, mit dem ich insgesamt mehr Zeit verbracht hatte, als mit ihm. Ich griff also in meine Minihandtasche und beförderte seine geliebten Erdnussbutterkekse mit Basiliskgeschmack zu tage. Ein Überbleibsel aus den alten Tagen.

Ich holte weit aus und warf es ihm genau vor die Schnauze. Kerby entdeckte es sofort und bemühte sich so sehr es besonders schnell zu fressen, dass es am Ende nur zerkrümelt auf dem Bordstein lag. Ein paar Sekunden lag schaute er den zerbröselten Haufen an, dann dachte er anscheinend weiter. Jemand hat den Keks geworfen! Ruckartig hob er den Kopf. Er erkannte mich und hechtete auf mich zu. Als dieses Getier auf uns zu gerannt kam wurde Brandon leicht nervös. Ich hatte allerdings damit gerechnet und schon die nächsten Biskis (so hießen die Kekse) in der Hand, welche ich vor mich legte. Dann machte ich zwei Schritte zurück und wartete ab. Kerberos bremste ab und stürzte sich glücklich auf den Haufen seiner Lieblingssüßigkeit. Gesättigt trotte er auf mich zu, um seine Streicheleinheiten abzuholen. Es gab mir irgendwie einen Kick, selbst nach 3 Jahren noch den Hund des Loony Bin zähmen zu können.

Brandon konnte sich auf die Situation keinen Reim machen, weshalb er mich ziemlich blöd anglotzte. „Der Köter... aber sollte er die Leute nicht davon abhalten rein zu gehen?“ So stolz ich auch darauf war, wie sehr Kerberos mich noch mochte, ich wollte nicht erklären warum.

„Tja, Tiere mögen mich.“, erwiderte ich leichthin.

Skeptisch schaute er mich an. „Und die Kekse hast du immer dabei.“, mutmaßte er ironisch.

„Ja, ist ’ne Macke.“

Er schnaubte spöttisch, ließ das Thema jedoch auf sich beruhen. Der Auftraggeber wartete immer noch auf uns. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen folgte ich ihn.

Vor der Tür blieb ich stehen und drehte mich zu Kerberos.

„Wenn du brav hier draußen bleibst, bekommst du noch einen Biskis. Verstanden, Kerby?“ Zur Bestätigung bellte er.

„Kerby.“, murmelte Brandon noch. Und danach waren wir drinnen.


Auf den ersten Blick hatte sich nichts verändert. Allerdings wurde ich auch geblendet und sah deswegen nur 1/3 des Raumes. Hab ich doch gleich gewusst, dass er mich nicht ohne weiteres hier reinspazieren ließ.

„Na wen haben wir denn da.“, brüllte Cole von der Theke her. Mit einer Lampe strahlte er mich an. Als Reaktion auf seine Worte grölten und pfiffen die Gäste. Es hatte angefangen. Ich hoffte nur, dass Brandon so wenig wie möglich mitbekam, doch das war mehr ein Wunschtraum. Stand er doch keine 10 Schritte entfernt da.

„Hey Cole.“, begrüßte ich ihn so cool und gelassen ich konnte. Er grinste hämisch.

„Wisst ihr wer das ist?“, fragt er sein Publikum.

„Nein!“, schrieen sie zurück.

„Dieses Miststück ist meine Ex! Willkommen Ray!“ Kaum hatte Cole den letzten Satz ausgesprochen, startete die Meute auch schon ein Saufgelage. Soviel zu meinem Plan nichts zu sagen und alles unter den Teppich zu kehren.

So konnte ich unmöglich mit zu unserem Auftraggeber gehen, wir würden auffallen wie ein verwundeter Hase im Werbärviertel. Zum Glück verstand Brandon die Situation richtig und machte sich auf den Weg unser Geld einzutreiben. Ich hingegen drängte mich zur Bar durch. Als ich angekommen war, hatte ich die Knochen in fünf Händen in winzige Teile zerbrochen. Die Typen dazu dachten, sie könnten meinen Hintern betatschen. Das hatten sie davon.

Ein Wodka-Cola wurde vor meine Nase gestellt, bevor ich was bestellen konnte. Desinteressiert wandte Cole den Kopf ab.

„Der geht auf’s Haus.“

Zweifelnd musterte ich das Gebräu und überlegte, mit wie vielen Flüchen er belegt war. Und Cole betrachtete mich aus dem Augenwinkel heraus.

„Gut schaust du aus.“, bemerkte er.

Ja, ich habe deinen Fluch ja auch gebrochen, dachte ich aufgebracht.

„Du aber auch.“ Das sagte ich keinerlei der Form halber. Er sah wirklich gut aus. Er war männlicher geworden, hatte seine langen Haare gegen einen strubbeligen Kurzhaarschnitt eingetauscht und hatte einen leicht nachlässigen Drei-Tage-Bart.

„Neue Farbe?“, fragt er mit einem Hinweis auf meine Nägel. Sie waren immer lackiert. Er wusste, dass das ein Tick von mir war. Früher glänzten sie rabenschwarz. Inzwischen bevorzugte ich kirschrot.

„Mhm, schwarz wurde mir zu depressiv.“

Er legte das Trockentuch zur Seite, mit dem er unentwegt irgendwelche Gläser polierte.

„Mal in ernst. Warum bist du nie vorbeigekommen?“

Wie bitte?

„Soll das ein Scherz sein? Du hast mich verflucht!“, explodierte ich.

Schuldbewusst senke er den Kopf. „Ja. Mensch! Ich war 18, hatte ein gebrochenes Herz und bin Schwarzmagier.“, versuchte er sich zu verteidigen.

„Komm mir nicht so. Es war doch deine Schuld, dass ich Schluss gemacht hab. Du hattest mich kaum beachtet und obendrein noch eine Affäre!“

Seine Augen wurden plötzlich doppelt so groß. Wir merkten gar nicht, dass uns das gesamte Lokal gespannt zuhörte.

„Du wusstest...?“, fragte er ungläubig.

„Natürlich wusste ich davon. Für wie blöd hältst du mich! Die kleine Sukkubus kam sogar eines Nachts vorbei und erzählte mir, wie toll es bei euch lief.“

„Scheiße! Nora war bei dir? Ich hatte ja keine Ahnung... Hör zu. Weißt du, eigentlich war ich ihr mit dir fremdgegangen. Ich hatte mich auf den ersten Blick in dich verliebt. Und als ich mich dann endlich von ihr befreit hatte, hast du dich auch von mir getrennt.“

Er war schon immer ein guter Redner gewesen und hatte es bis heute nicht verlernt.

„Cole, wir waren zwei Jahre zusammen. Da hast du es nie für nötig gehalten, mir zu sagen, dass du bereits eine Freundin hast? Nicht nur das, du hast mich herumgeschupst oder ignoriert, was dir grad besser gelegen kam. Ich hatte einfach die Schnauze voll!“

Da war nicht gut. Wirklich nicht. Ich steigerte mich langsam aber sicher in die Diskussion hinein. Damals hatte ich einen rabiaten Schlussstrich gezogen. Wie man sicher merkte, hatten wir dadurch nie eine Aussprache gehabt.

„Für mich war das halt alles neu! Ich wusste nicht, wie ich dir meine Liebe zeigen konnte!“

„Mich immer bei Kerby zu lassen, zeigte es nicht!“

Es war nebenbei natürlich gefährlich, sich in einem Raum voller wahnsinniger Gestalten aufzuhalten. Deshalb hatte ich an Kerby eine kleine Falle hinterlassen. Nur für den Fall. Alarmiert staute ich zur Tür, als mein Sender sich abschaltete und sah, wie Nicholas Paw eintrat. Großartig, da konnte die Party doch beginnen

6.5.09 22:02
 


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